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Integrationsbüro Vöcklabruck |
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Hrsg.: FAES 2006 | Publikation: Don, 8. Juni 2006 | Letzte Aktualisierung: Mit, 27. Juni 2007 | Zugriffe: 1987
Unsere Ziele
- Verbesserung des sozialen Klimas
- Einbeziehung der MigrantInnen auf kommunaler Ebene
- Verbesserung der Situation der MigrantInnen in allen Lebenslagen
- Sensibilisierung der Gesellschaft auf die Vielfalt der Kulturen
- Eine offene Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Diskriminierung leben können
Unsere Aufgaben
- Hilfestellung bei Migrations- und Integrationsfragen
- Entwicklung und Umsetzung von Integrationskonzepten und nachhaltigen Integrationsmaßnahmen
- Unterstützung und Vermittlung im täglichen Zusammenleben verschiedener Kulturen
- Förderung multikultureller Begegnungen
- Deutschkurse
- Lernfördermaßnahmen
- Weiterbildung für MultiplikatorInnen
- Seminare / Workshops, Kultur- und themenspezifische Veranstaltungen
- Vermittlung bei Konfliktsituationen
Unser Integrationsverständnis
- Gleichstellungspolitik
- betrifft alle Bereiche der Gemeindepolitik
- vorbeugende Politik, die Potentiale fördert
- wechselseitiges Geben und Nehmen
- achtsamer Umgang mit Vielfalt und Unterschieden
Statistische Daten
- Bezirk Vöcklabruck: 117.582 Bürger, davon 9.738 Bürger mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft, d.s. 8,3%
- Regionalverband Vöckla Ager (REVA): 37.026 Bürger, davon 3.645 Bürger mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft, d.s. 9,8 %
Maßnahmen für REVA / Bezirk Vöcklabruck
- Leitbildentwicklung – ein Instrument der Planung von Integrationspolitik,
- ein Ingangsetzen eines koordinierten Prozesses,
- in dem eine Ist-Situation zu erheben ist,
- eine Analyse zu erstellen,
- zu reflektieren,
- miteinander zu planen und
- anschließend einen Handlungsrahmen festzulegen
Was leisten Integrationsleitbilder als Produkt und Prozess?
- Als Produkt:
- Leitbild mit Umsetzungsstrategie und integriertem Maßnahmenkatalog - Als partizipativer Prozess:
- Breite Einbindung der zentralen gesellschaftlichen Träger und Akteure - Stärkere Bewusstseinsbildung und Akzeptanz - Politisierung durch eine Entparteipolitisierung - Vernetzung der Akteure und Institutionen - Sicherstellung der Nachhaltigkeit für die Umsetzungsphase - Entwicklungsprozess ist bereits ein Integrationsprojekt!
Fazit Zuwanderungs- und Integrationsprozesse sind- Keine Marginalphänomene, die sich am Rande der Gesellschaft abspielen
- Sondern finden im Zentrum der Gesellschaft statt
- Und führen längerfristig zu einer nachhaltigen und tiefgreifendensozialen, räumlichen und kulturellen Transformation der Zuzugsgesellschaft
Vor diesem Hintergrund ist die Frage des Zusammenlebens
- Ein Zukunftsthema, dass die gesamte Gesellschaft und nicht nur die Zugewanderten betrifft
- Das eine Herangehensweise verlangt, die sich dieser Realität – samt ihrer Probleme und Potentiale – stellt
- Und durch eine aktive, zukunftsgerichtete Integrationspolitik es zu einer Entwicklung führt, von der längerfristig die gesamte Gesellschaft profitiert.
Ziele der Leitbildentwicklung
- Umfassenden und nachhaltigen Prozess initiieren
- Integrationspolitik als Gleichstellungspolitik
- Einheimische und zugewanderte Bevölkerung gleichermaßen einbeziehen
- Für die Zukunft Strukturen schaffen, die eine Partizipation und Teilhabe an kommunalen Entscheidungsprozesse ermöglicht
- Vernetzung von Vereinen / Organisationen
Handlungsfelder
- Politik und Verwaltung
- Bildung
- Gesundheit und Soziales
- Wohnen
- Kultur, Begegnung und Kommunikation
- Arbeitswelt
- Öffentlichkeitsarbeit
Politik und Verwaltung
- Politisches Ressort „Integration“
- Budgetansatz „Integration“
- Einrichtung einer Plattform „Integration“ (GMR-Vertreter, VertreterInnen von MigrantInnen, NGO´s)
- Bildung einer Fachstelle für Integration innerhalb des Gemeindeamtes
- Antidiskriminierungsrichtlinie der EU
Bildung
- Interkulturelle Pädagogik
- Jugendarbeit und Freizeit (Interkulturelle JugendleiterInnen-Teams)
- Sprachförderung (Frühförderung im Kindergarten, Lernförderung Schulen)
- Aus- und Weiterbildung von MultiplikatorInnen
- Erwachsenenbildung
Gesundheit und Soziales
- Gesunde Gemeinde für MigrantInnen (Gesundheitswörterbuch)
- Aufbau eines Dolmetschsystems (bezirksübergreifend)
Wohnen
- Überprüfung der Zugangskriterien zu Gemeindewohnungen bzw. Genossenschaftswohnungen, bei deren Vergabe die Gemeinde ein westliches Mitspracherecht hat
- Vermeidung von Ghettoentwicklungen
Kultur, Begegnung und Kommunikation
- Verstärkte Öffnung von Vereinen
- Einladung VertreterInnen der verschiedenen Volksgruppen zu kommunalen Veranstaltungen
- Jährliche multikulturelle Veranstaltungen (Internationaler Tag des Offenen Denkmals 17.9.2006, Landesgartenschau und Kohle & Dampf)
Arbeitswelt
- Förderung der Beschäftigung von Personen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst
- Förderung der Sprachkompetenz von ArbeitnehmerInnen durch Anregung von Sprachkursen seitens der Gemeinde
- Auszeichnung von vorbildlichen Betrieben
Öffentlichkeitsarbeit
- Regelmäßige Information über MigrantInnen und interkulturelles Zusammenleben in der Gemeindezeitung und den regionalen Medien
- Mehrsprachige Veröffentlichungen
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